28. März 2013

Die Weidenkätzchen


Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
sagt mir doch, ihr Schätzchen,
sagt, woher ihr stammt.

Wollen's gern dir sagen:
Wir sind ausgeschlagen
aus dem Weidenbaum,
haben winterüber
drin geschlafen, Lieber,
in tieftiefem Traum.

In dem dürren Baume
in tieftiefem Traume
habt geschlafen ihr?
In dem Holz, dem harten
war, ihr weichen, zarten,
euer Nachtquartier?

Mußt dich recht besinnen:
Was da träumte drinnen,
waren wir noch nicht,
wie wir jetzt im Kleide
blühn von Samt und Seide
hell im Sonnenlicht.

Nur als wie Gedanken
lagen wir im schlanken
grauen Baumgeäst;
unsichtbare Geister,
die der Weltbaumeister
dort verweilen läßt.

Kätzchen ihr der Weide,
wie aus grauer Seide,
wie aus grauem Samt!
O ihr Silberkätzchen,
ja, nun weiß, ihr Schätzchen,
ich, woher ihr stammt.








Welch ein schönes Gedicht von Christian Morgenstern!








Die Temperaturen sind durch den Ostwind zwar immer noch eisig, aber dafür zeigt sich der Himmel derzeit von seiner strahlensten Seiten. Gestern auf der Hunderunde bin ich den ersten Weidenkätzchen dieses Jahres begegnet und die sind für mich ein klares Zeichen!


Leute es wird jetzt doch noch Frühling!!!

1 Kommentar:

  1. Die Weidenkätzchen sehen wirklich wunderschöne aus.Ich hatte auch vor ein paar Tage einige Äste davon zu Hause.Für mich ist es auch immer ein Zeichen,dass der Frühling (bald) kommen mag. Hoffen wir darauf! ;-) Liebe Grüsse und ein schönes Osterwochenende wünsche ich dir.

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